Eine Kreuzfahrt auf dem Nil gehört auf jede Bucketlist!

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Lange habt Ihr nichts mehr von mir gehört/gelesen, ich melde mich also hier offiziell zurück :-)!

Wie vielleicht einige von Euch mitbekommen haben, sind wir ziemlich viel kaffee- und genussreich auf den Meeren und Flüssen mit Phoenix Reisen auf dieser Welt unterwegs. Das führt dazu, dass meine Mama immer hier in Köln, bei uns im GLISS Caffee Contor, die Stellung halten muss. Sobald wir zu hause sind, darf sie sich die tollen Geschichten aus fernen Ländern anhören.

Deshalb habe ich mich entschieden, Ihr doch eine gemeinsame Kreuzfahrt zu schenken. Den Gatten lassen wir zuhause, darf er mal den Laden auf Vordermann halten, und wir zwei machen eine Woche Mutter-Tochter-Urlaub!

Guter Plan, aber wohin? Nach einigem hin und her haben wir uns für den Nil entschieden, hat mich Ägypten doch schon seit meiner Schulzeit fasziniert. Die Pharaonen, die Götter, die Pyramiden, die Geschichte habe ich damals verschlungen, blöderweise ist leider nicht allzu viel im Köpfchen geblieben. Jedenfalls wollte ich sofort Archäologin werden, das war mein absoluter Traumberuf. Nun ja, jetzt bin ich halt beim Kaffee hängen geblieben, aber die Ägypter lieben ja auch guten Kaffee, so schließt sich also wieder der Kreis.

Wir also Anfang Mai ab nach Düsseldorf zum Flughafen, über das wahnsinnig frühe Aufstehen wollen wir hier nicht reden ;-). Rund 4,5 Stunden ging der Flug nach Hurghada, danach ca. 4 Stunden Busfahrt nach Luxor, wo die MS Esadora Royal schon auf uns wartete. Zunächst ging es durch ziemlich lange, öde Wüstenlandschaften. Macht nichts, konnten wir den fehlenden Schlaf nachholen, ohne etwas zu verpassen. Alle 20 km passieren wir einen Check-Point, für Sicherheit ist hier in hohem Maße gesorgt.

Die letzten 60 km vor Luxor kommen wir durch die wunderschöne Landschaftsstrecke, links und rechts nur Palmen und Felder, die Vorfreude wächst. Kurz nach Sonnenuntergang, hier wird es dann ziemlich schnell dunkel, sind wir in Luxor und fahren durch die beleuchtete Stadt, vorbei am Luxor-Tempel, der mich jetzt schon beeindruckt.

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Angekommen auf der Esadora werden wir schon herzlichst in Empfang genommen, und ab hier fing unser Rundum-Verwöhnprogramm an. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe noch nie so nette, herzliche und freundliche Menschen auf einem Fleck getroffen, wie die Ägypter. Dann erst mal den ersten Apéro auf dem Sonnendeck genießen, ist ja klar, hier sind es jetzt wunderbare 30 Grad, passt! Essen, Absacker, ab ins Bett in großer Erwartung des nächsten Tages. Die Kabine ist fantastisch mit französischem Balkon (haben übrigens alle), Klimaanlage aus, Fenster auf, mit Blick auf dem Nil einschlafen, was will man eigentlich mehr? Richtig! Nichts!

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Trotz leichtem Schlafmangel weckte mich schon das zauberhafte Licht um 5.00 Uhr. Jetzt ist die beste Zeit zum Fotografieren, wenn die Farben noch zart sind und alles einen romantischen Anblick hat. Aufgestanden, Kamera geholt, Mama dabei geweckt, da muss sie durch, bin ja nicht nur zum Spass, sondern auch zum Fotografieren hier ;-). Aber ist nicht auch das ein wunderbarer Spaß? Für mich auf jeden Fall! Und kaum stehe ich am Fenster, ziehen über Theben-West und den Nil mindestens 8 Heißluftballons vorüber. Traumhaft! Der Tag fängt gut an.

Karnaktempel

Los geht’s um 8.00 Uhr zum großartigsten Heiligtum Ägyptens, den Tempelanlagen von Karnak. Die Anfänge dieses Tempels reichen bis zu 4.000 Jahre zurück. Was uns hier erwartet, konnte ich mir vorher einfach nicht vorstellen, die Ausmaße sind einfach gigantisch. Wie klitzekleine Ameisen fühlten wir uns in diesem riesigen Komplex. Das Herzstück ist der Große Säulensaal mit seinen 134 monumentalen Säulen in 16 Reihen. Viele Filme wurden hier schon gedreht, der meist bekannte sicherlich James Bond….ich gucke direkt mal um die Ecke, ob der „Beißer“ nicht irgendwo steht ;-). Hier habt Ihr ein paar Fotos, dass Ihr einen wirklichen Eindruck bekommt.

Großer Säulensaal

Zwei Stunden waren wir ungefähr dort, aber um wirklich alles zu sehen, kann man sich hier Tage aufhalten. Dank Yasser, unserem Guide, der wirklich jede Frage zu Göttern, Tempeln, Leben der Ägypter, Traditionen etc. beantworten kann, kommt so langsam wieder ein kleiner geschichtlicher Teil aus der Schulzeit in mein Hirn. Aber wirklich nur ein sehr kleiner Teil.

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Zurück an Bord müssen wir uns von den Eindrücken erholen, also erst mal relaxen bis zum Nachmittag, da gehts zum Luxortempel.

Sphinxallee Luxortempel

Zunächst empfängt uns erst einmal die schnurgerade Sphinxallee, die früher den Luxortempel mit den Karnaktempeln, die 2,5 km entfernt liegen, verbunden hat. Dreht man sich um, fällt direkt der 14 Meter hohe Ramses II. ins Auge, daneben ein riesiger Obelisk. Sein Zwilling befindet sich heute in Paris auf dem Place de la Concorde. Er wurde 1836 von Ägypten nach Frankreich verschenkt. Im Hof steht eine mittelalterliche Moschee. Faszinierend ist, dass sie sich mit ihrem Eingang ziemlich weit oben in luftiger Höhe befindet. Beim Bau der Moschee war der Tempel nämlich schon halb versandet.

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Luxortempel

Tag 3, endlich geht’s los. MS Esadora Royal legt ab zum nächsten Ziel. Davor geht’s aber noch zum „Tal der Könige“ auf der anderen Nilseite, also am Westufer. Gegen Mittag wird es dann doch ziemlich heiß, deswegen geht’s schon um 7:00 Uhr los. Ihr wisst schon, der frühe Vogel und so….‘

Es gibt, glaube ich, keinen anderen Ort, um den sich mehr Legenden und Mythen ranken. Die Berge von Theben sehen wie natürliche Pyramiden aus, in die die Gräber geschlagen wurden. 64 Gräber wurden bisher entdeckt, die bis zu 60 Meter tief in den Berg reichen. Alle Gräber wurden bereits in der Antike ausgeraubt, außer das von Tutanchamun. Leider, oder aber auch richtig, darf man hier keine Fotos wegen des blitzens machen, das kann zu Beschädigungen der beeindruckenden Wandmalereien führen.

Auf dem Rückweg zum Nilschiff gehts noch vorbei am weltberühmten Terrassentempel der Königin Hatschepsut und den Memnonkolossen. Die Figuren sind etwa 1.000 Tonnen schwer und mehr als 18 Meter hoch. Danach noch ein kleiner Abstecher in eine Alabaster- und Granitmanufaktur.

Wir legen ab, von Luxor nach Assuan. Mit seinen 6.852 km ist der Nil übrigens der längste Fluss der Welt und fliesst durch 7 Länder. Wir schippern erst einmal nach Esna. Nach soviel Geschichte und Eindrücken ist erst mal wieder Chillen mit einer leichten Windbrise auf dem Sonnendeck angesagt.

In der Dunkelheit, gegen 19:00 Uhr, legen wir im quirligen Esna an. Dank Yasser schlendern wir noch ein bißchen durch’s Nachtleben, hier ist ordentlich was los, eigentlich spielt sich alles auf den Strassen ab. Wir werden in eine koptische Kirche eingeladen, ich sage es ja, hier sind alle so herzlich und gastfreundlich.

Am nächsten Morgen, natürlich wieder ganz früh, nämlich schon um 6:00 Uhr, gehts nochmal in die Stadt, den Tempel des widderköpfigen Gottes Chnum zu begutachten. Dieser liegt mitten im Zentrum, aber ein ganzes Stück unterhalb des Bodenniveaus, ca. 9 Meter tiefer, da der Tempel durch Sand, Nilschlamm und Bebauung vergraben war. Bis heute ist er noch nicht ganz ausgegraben. Hier wird noch nach einer Lösung gesucht, denn die Einheimischen müssten ihre Häuser verlassen, damit die Ausgrabungen fortgesetzt werden könnten.

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Um 7.30 Uhr legen wir ab in Richtung Kom Ombo, meinem Lieblingstempel, neben dem Philea Tempel.Verwöhnen lassen ist nun wieder an der Reihe und die wunderschöne Landschaft und das Treiben am Nilufer genießen – Esel, Kamele, Wasserbüffel, spielende Kinder, Ägypterinnen, die Ihre Wäsche am Nilufer waschen.

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Von weitem sehen wir im Dunkeln schon den wunderschön beleuchteten Doppeltempel, der auf einer Anhöhe über dem Flussufer liegt. Und der Vollmond prangt auch noch in seiner vollen Größe am tiefblauen Himmel, wie romantisch. Ist ja klar, dass wir den Tempel nicht auslassen dürfen.

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In Assuan und Umgebung gibt es einiges zu sehen. Wir machen uns auf den Weg zum Rosa Granit-Steinbruch, wo noch immer der unvollendete, 40 m lange Obelisk liegt, er  weist einen Riß auf und wurde deshalb nicht zu Ende gemeißelt. Weiter zum Assuan-Hochdamm und dem Nasser See. Mit dem Material, das für den Bau des Damms benötigt wurde, hätte man 17 Cheops Pyramiden errichten können, unfassbar! Durch dieses Bauwerk wird dort der Nil zum Nasser See, der durchschnittlich 10 km breit und 500 km lang ist und erstreckt sich bis in den Sudan. Gigantisch wie ein Meer, kein Horizont ist in Sicht.

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Und da wir ja schon lange keinen Tempel mehr gesehen haben, darf ich Euch natürlich auch den Isistempel auf der heute als Neu-Philae bekannten Insel nicht vorenthalten. Dieser Tempel wurde ebenfalls, genau wie die Tempel in Abu Simbel vor der Überflutung durch den Hochdamm gerettet. Die eigentliche Philae Insel ist im See versunken. Dieser Tempel gefällt mir besonders gut, dort gibt es ein „Katzen-Café“. Überall, unter den Tischen, Stühlen, Katzen wohin man guckt, genau das Richtige für mich :-)))). Love it!

Kleiner Abstecher zum „Perfume Palace“. Hier werden für einige große Hersteller wie Chanel, Calvin Klein, Dior etc. die Grundessenzen hergestellt und nach Grasse in der Provence geliefert. Habe mir natürlich auch eine Essenz gekauft, ich wollte schon immer wie Königin Hatschepsut duften ;-).

Unbedingt kann ich Euch in Assuan die Felukenfahrt und Besuch eines Nubischen Dorfes empfehlen. Es ist wunderschön auf dem Nil mit diesen Segelschiffen die Umgebung zu erforschen, vorbei an der Pflanzen- und Tierwelt, herrlich!

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Sich in Assuan in das Treiben der Bazare zu stürzen ist ebenfalls Pflicht. Hier duftet es überall nach köstlichen Gewürzen und es ist ordentlich was los. Einfach in ein Café setzten, gucken und genießen!

Hab ich nicht schon vom frühen Vogel gesprochen?

Jetzt wird es noch besser: 4.30 Uhr am nächsten Tag Abfahrt mit dem Bus nach Abu Simbel. Hier stehen die beiden Tempel von Ramses II. und seiner Frau Nefertari. Es geht 3,5 Stunden durch die Wüste, dann sind wir da. Atemberaubend, vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass diese beiden Tempel vom Flussufer 60 Meter über den eigentlich Standort versetzt wurden. Dies geschah im Zuge einer Rettungsaktion durch die UNESCO von 1964-1968, sie sind sogar 1,5 Jahre früher als geplant fertig geworden. Wenn Ihr eine Tour nach Abu Simbel macht, kauft Euch unbedingt die DVD, die es über die Versetzung der Tempel gibt, das ist sehr beeindruckend!

Zurück in Assuan schippern wir dann gegen Abend leider wieder zurück in Richtung Luxor. Am nächsten Tag machen wir noch einen kurzen Stop in Edfu, um…..natürlich einen Tempel zu besichtigen – den Horus-Tempel. Der rund 2.000 Jahre alte Tempel gehört zu den besterhaltenen Tempeln in Ägypten.

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Wir genießen die Rückfahrt nach Luxor auf dem Sonnendeck und lassen den Abend ganz entspannt ausklingen, denn morgen geht es wieder zurück. So traurig, ich vermisse die Zeit hier jetzt schon.

Natürlich gibt’s hier keinen Beitrag ohne Rezept. Ein absolutes Nationalessen ist „Rote Linsensuppe“, die wird eigentlich immer gegessen, habe ich mir sagen lassen. Gerne einfach nur mit dem köstlichen ägyptischen Fladenbrot – Eich Balady

Linsensuppe – Shorba Ads

  • 400 g rote Linsen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Tomate
  • 2 Liter Hühnerbrühe, oder wer es lieber vegetarisch mag, Gemüsebrühe —-> gibt’s hier auch in selbstgemacht
  • Butter oder Öl
  • Salz
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 TL schwarzen Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe*
  • 1 Stück Ingwer**

*Wie ich mir aus erster Hand habe sagen lassen, essen die Ägypter, wenn es heiß ist, nicht unbedingt Knoblauch

**Der Ingwer gehört ursprünglich nicht ins Originalrezept, aber ich liebe eben die Kombination aus Kreuzkümmel und Ingwer.
Die roten Linsen waschen bis das Wasser ganz klar ist | Zwiebeln würfeln | In Butter oder Öl glasig anbraten | Tomate würfeln | Linsen, Tomate, Kreuzkümmel, Knoblauch, Ingwer zu den Zwiebeln geben und anschwitzen |Mit der Brühe ablöschen und ca. 30 Minuten köcheln lassen | Die Suppe mit dem Zauberstab pürieren | Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken |

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Und lieber Yasser, falls Du das hier liest, das ist wirklich nur eine „Kurzbeschreibung“ von dem, was wir alles von Dir erfahren durften. Manchmal rauchte mir auch ganz schön der Kopf. Aber das würde hier absolut den Rahmen sprengen, und außerdem sollen die Leser in Euer schönes Land kommen und es selbst kennenlernen :-)!

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Wie Ihr seht , mich hat’s schwer erwischt! Konnte ich Euch begeistern? Steht Ihr schon in den Startlöchern für eine Nilkreuzfahrt? Für mein Empfinden kann man das Land kann auf keine bessere Art und Weise als auf einer Kreuzfahrt auf dem Nil kennenlernen! Die Mischung aus spannender Kultur, die atemberaubende Landschaft und absolute Erholung auf dem Schiff ist für mich einzigartig! Und glaubt mir, ich bin bald wieder dort, es gibt noch soooo viel zu sehen und zu entdecken!

Yalla Yalla – Auf geht’s!

Eure Miss Gliss

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5 Kommentare zu “Eine Kreuzfahrt auf dem Nil gehört auf jede Bucketlist!

  1. liebe Claudia,
    was für eine phantastische Reise … danke, dass du die sensationellen Eindrücke bei meiner Blogparade #sonntagsglück verlinkt hast. Jetzt habe ich gleich ein neues Reiseziel ;) Bei uns steht für 2018 eine Reise nach New Orleans auf dem Plan – ich freu‘ mich dann mal vor. Danke für’s dabei sein beim Netzwerken und hab‘ schöne Pfingsten!
    herzlichst Katrin / soulsister meets friends

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Katrin,

      Das freut mich sehr, dass Dir meine Nilkreuzfahrt gefällt. Es war wirklich grandios! Deine Blogparade #sonntagsglück Fine ich übrigens super genial, so macht das Spaß!

      Ich wünsche Dir noch ein tolles Restwochende!

      Liebe Grüße
      Claudia

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