5 unumstößliche Argumente, warum wahre Genießer Würzel selbst machen sollten!

Es ist dramatisch, aber mein Würzel-Vorrat neigt sich dem Ende, das letzte Glas ist angebrochen, und wenn das leer ist, dann geht eigentlich kochtechnisch gar nichts mehr. Manche mögen es nur „Suppenwürze“ nennen, ich habe es liebevoll „Würzel“ getauft, denn Ihr könnt es für viel, viel mehr verwenden. Es ist ein wahres Allround-Talent.

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Seit gut drei Wochen schleiche ich nun schon um die Gemüseauslage meines Bio-Engländers, immer mit dem Blick auf den Sellerie, ich stalke sozusagen das Gemüse ;-). Also Colin – nicht, dass Du denkst, die vielen Besuche gelten Dir ;-).

Seit ein paar Jahren mache ich mein Würzel nämlich immer selbst, und dazu braucht es unbedingt das Grün des absolut frischen Knollenselleries. Sobald es das gibt, ist die perfekte Zeit, einen großen Vorrat an Würzel anzulegen. Hamstert Euch also eine ordentliche Portion an saisonalem, frischem Gemüse.

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Warum Ihr die Würzmischung wirklich, wirklich selbst machen solltet, hat gute Gründe:

  1. Ihr wisst ganz genau, welche Zutaten drin sind (nix Hefeextrakt, Glutamat, Geschmacksverstärker, mehr will ich gar nicht aufzählen).
  2. Es ist günstig, bei mir kosten die Zutaten € 14,35 für die gleich folgende Menge, alles Bio und regional.
  3. Ihr habt einen ordentlichen Vorrat, bestenfalls so viel, dass es bis zur nächsten Sellerie-Grün-Saison reicht.
  4. Es ist ratz-fatz hergestellt.
  5. Das Würzel ist total vielseitig einsetzbar – im Nudelwasser, zum Reiskochen, für Gemüse, als Würze für Saucen, Grundlage für eine schnelle Suppe, und und und…

Ausserdem könnt Ihr es auch noch super als kleines Mitbringsel verschenken. Habe ich Euch überzeugt?

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Dann ‚mal ‚ran an das legendäre

Miss Gliss-Würzel-Rezept

Das braucht Ihr für 25 x 150 g-Gläser

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Bei der Auswahl der Gemüse sind Euch keine Grenzen gesetzt, wichtig ist eben nur der Sellerie mit dem Grün! Meine Mischung ist folgende:

  • 300 g Knollensellerie MIT Grün
  • 600 g Petersilienwurzel
  • 700 g Karotten
  • 300 g Lauch
  • 300 g Gemüsezwiebeln
  • 1 Büschel Liebstöckel
  • 1 Büschel glatte Petersilie
  • 1 Stück Ingwer, Menge ganz nach Geschmack
  • 10 Lorbeerblätter
  • 40 Wachholderbeeren
  • 1 Esslöffel Pfefferkörner
  • 1 Esslöffel Muskat, gemahlen
  • 50 g Kurkuma, gemahlen
  • Meersalz

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1. Schritt
Das Gemüse klein schneiden | abwechselnd mit den Kräutern und Gewürzen durch den Fleischwolf drehen

2. Schritt
Wachholderbeeren und Pfefferkörner im Mörser zerstoßen | unter die Gemüsemischung geben | Kurkuma und Muskat ebenfalls untermengen

3. Schritt
Gemüsemischung abwiegen | 30 g Meersalz pro 100 g unter das Gemüse mischen | in Gläser abfüllen | kühl und dunkel lagern | angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren

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Am besten vermengt Ihr das Gemüse mit den Händen in einer großen Schüssel, so dass ein schön geschmeidiger Gemüsebrei entsteht.

Hier muss dann mal nichts eingekocht werden, auch wenn mein wunderbarer Einkochautomat HerrW_Punkt nun ein bißchen traurig ist. Das Würzel hält sich durch das Salz mindestens ein Jahr! Länger hat mein Vorrat noch nie gereicht.
Das ist schon das ganze Geheimnis. Wozu muss man da ein Fertigprodukt kaufen?

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Mein Körbchen wird jetzt mit den Gläsern gefüllt und im Vorratsregal im Keller eingelagert. Ihr werdet doch jetzt sicherlich auch so ein Riesenfan wie ich vom Würzel, oder?

Genussreichen Tag noch!

Eure Miss Gliss

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33 Kommentare zu “5 unumstößliche Argumente, warum wahre Genießer Würzel selbst machen sollten!

    • Liebe Sarah,
      jaaaa, das Wort „Würzel“ gefällt mir auch extrem gut :-))). Dann bin ich mal gespannt, wie Dir meine Mischung schmeckt. Bitte berichten.
      Liebe Grüsse
      Claudia

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    • Liebe Tanja,
      ja, musst Du unbedingt machen. Wirklich so viel, dass es bis nächstes Jahr reicht. Du wirst bestimmt begeistert sein :-).
      Liebe Grüsse
      Claudia

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    • Liebe Christine,
      vielen Dank, das freut mich sehr, dass Dir das Rezept gefällt. Es ist wirklich so leicht umzusetzen, das kann jeder. Wer keinen Fleischwolf hat, raspelt das Gemüse einfach oder püriert es.

      Setz doch hier mal den Link zu Eurem Anfänger-Blog drunter, dann gucke ich gleich mal nach, vielen Dank dafür, das ist toll!
      Liebe Grüsse
      Claudia

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  1. Liebe Claudia,
    das klingt wirklich lecker und vor allem simpel! Ich hätte nicht vermutet, dass sich so eine Paste alleine durch die Konservierung durch Salz so lange hält… echt genial!
    Bewahrst du es dann auch tatsächlich wie auf den Bildern in Weckgläsern auf (liegt der Deckel dann nur locker auf oder fixierst du ihn mit Klammern?) oder füllst du das Gemüse zum Lagern in Gläser mit fest schließendem Deckel?

    Liebe Grüße,
    Isa

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    • Liebe Isa,
      Du hast völlig Recht, das ist wirklich sehr, sehr simpel :-). Das Würzel fülle ich in fest zu verschließende Schraubgläser ab. Die Weckgläser waren für’s Foto ;-) und für den sofortigen Verbrauch. Richtig, durch das Einsalzen wird das Gemüse haltbar gemacht, funktioniert wunderbar! Ich hoffe, Du gehst damit auch noch an den Start.
      Liebe Grüsse
      Claudia

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  2. Hey,
    ich nehme mir auch vor, das Rezept einmal auszuprobieren. Eine Frage habe ich aber noch: das ganze Gemüse wird wirklich nicht vorher gekocht, sondern alles roh durch den Wolf gedreht? Das macht es natürlich noch einfacher, als es schon ist ;-)
    Liebe Grüße

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    • Liebe Kerstin,
      genau so ist es. Einfach roh durch den Wolf drehen, oder fein hobeln in der Küchenmaschine. Dann wird nur noch gesalzen und ab in die Gläser :-). Freut mich sehr, wenn Du es auch einmal ausprobierst. Das Würzel ist echt super :-).
      Liebe Grüsse
      Claudia

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  3. Pingback: Es geht ans Eingemachte! - Essen ohne GrenzenEssen ohne Grenzen

    • Liebe Amika,
      das ist ja mal eine tolle Übersicht über das Einmachen und Konservieren :-)! Wie Du ja weißt, ist das Einmachen, Einkochen, Konservieren meine große Leidenschaft, der ich das ganze Jahr über fröhnen kann. Es ist so toll, wenn man immer was Köstliches im Haus hat.
      Ganz liebe Grüsse
      Claudia

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    • Liebe Ute,
      damit geht es auch perfekt. Dann wünsche ich Dir ‚mal viel Erfolg. Ich habe eben einer Freundin direkt ein Glas geschenkt, die ist ganz hin und weg ;-). Bei Fragen – einfach fragen!
      Liebe Grüsse
      Claudia

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    • Liebe Irena,
      unbedingt musst Du das machen! Ich verschenke die Gläser mittlerweile ganz oft , und alle freuen sich und sind nach Gebrauch mächtig begeistert! Nächstes mal muss ich definitiv die doppelte Menge machen :)!
      Liebe Grüsse
      Claudia

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  4. Liebe Claudia,
    ich wollte dich noch kurz wissen lassen, dass ich mich direkt nach deinem Beitrag hier auch gleich an die Arbeit gemacht habe. Ich bin vom Ergebnis schwer beeindruckt und habe das Rezept heute auch bei mir (mit Link zu dir) verbloggt. Ich werde ab sofort sicher auch jedes Jahr gleich einen Jahresvorrat anlegen :)
    Liebe Grüße,
    Isa

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  5. Pingback: Miss Gliss im Interview bei SugarTrends | Miss Gliss

  6. Hallo Claudia :)

    angeregt durch deinen Würzel habe ich diesmal meine erste eigene Gewürzmischung zusammengestellt. Meine einzige Sorge ist, ob sie nicht schimmeln könnte? Weil eben nicht getrocknet wurde. Was meinst du?

    LG von der Rabin

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    • Liebe Rabin,
      toll, dass ich Dich inspirieren konnte :-). Wenn Du die angegebene Salzmenge nimmst, musst Du keine Sorge haben. Damit ist die Mischung gut konserviert.
      Liebe Grüße
      Claudia

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      • Hallo Claudia,

        vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann bin ich beruhigt und freu mich schon auf die ersten Kocherfahrungen mit dem Würzel. ;)

        Grüße und ein schönes langes Wochenende. :)

        Rabin

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  7. Gestern Abend habe ich das Rezept ausprobiert – es war eine Katastrophe!!! Der Fleischwolf ist nach wenigen Umdrehungen total verstopft mit langen Pflanzenfasern, sodass nur Flüssigkeit rauskam und kaum Gemüse. Also nach zweimal leiern wieder alles abgeschraubt und gereinigt. Bei der Menge bin ich fast verzweifelt und war bis weit nach Mitternacht zu Gange. Woran könnte das liegen? Hat es bei dir reibungslos geklappt? Ich habe zunächst auch die Stiele des viel beschworenen „Grüns“ mitverarbeitet, aber selbst ohne verstopfte es schnell wieder.

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    • Liebe Thea,

      das tut mir leid, dass es bei Dir nicht so richtig geklappt hat. Hast Du einen manuellen Fleischwolf verwendet? Ich habe einen elektrischen genommen, da hat alles wunderbar geklappt. Hast Du das Gemüse vorher klein geschnitten? Das ist auf alle Fälle hilfreich. Die Mengenangabe ist, wie oben geschrieben, für 25 Gläser à 150 g, damit sich der Aufwand direkt lohnt.

      Gib mir doch nochmal ein kurzes Feedback zu meinen Fragen. Toll, dass Du trotzdem nicht aufgegeben hast, dafür schmeckt es jetzt bestimmt noch umso besser ;-)!

      Liebe Grüsse
      Claudia

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  8. Super Rezept, habe ich heute zum 3 mal in Folge gemacht, reicht bei mir auch immer für ein Jahr, wollte mich endlich mal bedanken, verschenke immer wieder mal ein kleines Einmachglas und das wird gerne genommen, bekomme grundsätzlich positive Resonanz.
    ganz lieber Gruß
    Roland

    Gefällt 1 Person

    • Oh, wie schön, lieber Roland! Da freue ich mich sehr, ganz besonders auch für Dein Feedback!

      Ich verschenke auch immer wieder Gläser, und die Freude ist dann immer sehr groß!

      Ganz lieben Dank
      Claudia

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